|

Vermittlung und Training interkultureller Kompetenz für
Mitarbeiter/innen der Sozialen Dienste der Stadt Essen
Gemeinsam mit benachteiligten deutschen Minderheiten gehören
große Teile der sprachlich-kulturellen Minderheiten
in Essen zu den ausgrenzungsbedrohten Bevölkerungsgruppen.
Hieraus resultiert ein großer Bedarf an Beratungs- und
Hilfsinstitutionen.
Durch die Verteilung der Betreuung auf Verbände gehörten
Migranten bisher nicht zur Klientel der sozialen Dienste der
Stadt Essen. Im Rahmen des interkulturellen Konzepts für
die Stadt Essen soll das Wunsch- und Wahlrecht für Migranten
eingeführt werden.
|
Das wird dazu führen, dass Migranten in verstärktem
Maße z. B. die Angebote des Allgemeinen Sozialen Dienstes
(ASD) (Beratung und Unterstützung, Hilfsangebote in schwierigen
Lebenslagen) beanspruchen werden.
Vielen Akteuren der sozialen Dienste fehlt es jedoch an Handlungshilfen
für den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Migranten werden zukünftig noch in verstärktem Maße
Regelleistungen, -dienste und -einrichtungen in Anspruch nehmen,
die insgesamt noch wenig darauf vorbereitet sind. Die Erreichung
interkultureller Dienstleisterqualität als Personalstrukturmerkmal
sowohl im Sinne von Kundenorientierung als auch im Sinne von
Mitarbeiterorientierung stellt in den nächsten Jahren
eine maßgebliche Herausforderung für die Personalentwicklung
aller städtischen Dienste dar.
|
Zur friedlichen Bewältigung der vielschichtigen Integrationsaufgabe
sind Institutionen und Dienstleister - insbesondere jedoch
große Stadtverwaltungen wie die der Stadt Essen - auf
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, die über
interkulturelle Kommunikations- und Vermittlungskompetenzen
verfügen.
Die interkulturellen Fortbildungen im Rahmen der Fortbildungskonzeption
als Baukastensystem verfolgen das Ziel, zu einer Erweiterung
der personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen der Teilnehmer/innen
beizutragen. Je qualifizierter und den Bedürfnissen der
zugewanderten Minderheiten entsprechend die Beratungs- und
Hilfsangebote sind, um so besser sind z. B. die Integrationsmöglichkeiten
in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Es sollen 150 Mitarbeiter/innen geschult werden. Dies würde
eine Teilnahme von 100 % der ASD-Mitarbeiter bedeuten.
Modul
7
Vermittlung und Training interkultureller Kompetenz für
Mitarbeiter/innen der Sozialen Dienste der Stadt Essen
Conny Zwanzer
RAA Büro für Interkulturelle Arbeit
Tiegelstr. 27, 45141 Essen
Tel.: 0201/8328402
E-Mail:
tanris.breitkopf@interkulturellesbuero.
essen.de
|