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Zertifikatskurs "Interkulturelle Kompetenz für BeraterInnen
und PädagogInnen"
Es wird ein Zertifikatskurs Interkulturelle Kompetenz
für Berater und Pädagogen angeboten, die in den
Bereichen Berufsorientierung / Berufsberatung / Berufsausbildung
/ Qualifizierungsmaßnahmen mit Jugendlichen unterschiedlicher
kultureller Herkunft arbeiten. In vierzehn Bausteinen wird
über den Zeitraum von zwei Jahren die Kompetenz aufgebaut,
die für die pädagogische Arbeit mit zugewanderten
und einheimischen Jugendlichen notwendig ist, um einerseits
gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu schützen und
andererseits für einen erfolgreichen Übergang in
den Beruf zu befähigen. Der Kurs wird mit einem Zertifikat
der Fachhochschule Düsseldorf abschließen. Die
Effizienz eines solchen Kurses soll wissenschaftlich evaluiert
werden.
Die Förderung interkultureller Kompetenz ist eine zentrale
Forderung eines Konzeptes zum interkulturellen Lernen. Interkulturelle
Kompetenz als berufliche Schlüsselqualifikation meint
die Fähigkeit
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- interkulturelle Situationen und Zusammenhänge wahrzunehmen,
sie mit ihren Problemstellungen zu erfassen und in ihren
Chancen zu begreifen
- das eigene Bedingungs-, Bezugs- und Wertesystem zu sehen
und eigene Einstellungen, eigenes Verhalten und Handeln
kritisch reflektieren zu können.
- Interkulturelle Prozesse zu initiieren, Diskriminierungen
gegenzusteuern und Benachteiligungen abzubauen.
- Sensibilität für und in interkulturellen Lernprozessen
bei anderen zu fördern und zu entwickeln.
- Konflikte im interkulturellen Kontext wahrnehmen und bearbeiten
zu können.
- Wissen anzueignen (Migrationsgeschichte, rechtliche Situation,
kulturelle Orientierungen, Jugendkulturen, Prävention
von Abweichung, geeignete Methoden zu kennen)
- Das Gelernte in die Struktur der eigenen Organisation
übertragen zu können.
Bezogen auf die TeilnehmerInnen verfolgt der Zertifikatskurs
vor allem die Ziele, eine kritische Selbst- und reflektierte
Fremdwahrnehmung zu fördern und eine Sicht von interkulturellem
Lernen als personaler Haltung und pädagogischem Prinzip
zu entwickeln. Wesentliches Anliegen ist es, sich selbst (als
MultiplikatorIn) als Teil einer interkulturellen Situation
zu begreifen und eigenes Verhalten und Einstellungen auf der
Grundlage von geschulter Wahrnehmung und mehr Wissen (des
Eigenen und des Fremden) reflektieren zu können.
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Jeweils in der Mitte und gegen Ende der Fortbildungsreihe
sind zwei Bausteine Organisationsentwicklung vorgesehen, die
den Transfer des Kompetenzzuwachses für die eigene Organisation
anzielen. Die im Rahmen des Zertifikats vorgesehene schriftliche
Arbeit wird den Teilnehmern zur Aufgabe machen, darzulegen,
wie sie den eigenen Wissens- und Erkenntniszuwachs für
die eigene Praxis und Organisation nutzbar machen werden.
Die wissenschaftliche Evaluation wird den Kompetenzaufbau
des einzelnen und die Nutzbarmachung für die eigen Berufspraxis
bzw. Organisation auf den Prüfstand stellen.
Der Zertifikatskurs ist ein Kooperationsprojekt des Diakonischen
Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Fachhochschule
Düsseldorf und der Hauptstelle RAA. Es wurden 25 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer aus Berufsschulen, der außerbetrieblichen
Ausbildung, Arbeitsamt, Beratungsstellen und RAA ausgewählt.
Teilnehmer des Zertifikatskurses in England
Vom 15. bis 25. Mai 2003, tauschten 24 BerufsberaterInnen,
PädagogInnen und SozialarbeiterInnen ihren Job in Nordrhein-Westfalen
gegen einen ähnlichen Arbeitsplatz in Leeds oder Manchester.
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Modul
8
Zertifikatskurs
"Interkulturelle Kompetenz
für BeraterInnen und PädagogInnen":
Dr. Monika Springer-Geldmacher
Tel.: 0201/8328304
E-Mail:
springer-geldmacher.hauptstelle@raa.de
Ioanna Zacharaki und Manfred Hoffmann, Diakonisches Werk
der ev. Kirche im Rheinland
Tel.: 0211/6398-253 bzw. -319
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